Die Schieritzstraße

und ihr Kiez

Gold im Kiez entdeckt

Posted on | April 21, 2014 | 1 Comment

Magnolienblüte in der Naugarder ©Naugarder Kreis

Magnolienblüte in der Naugarder
©Naugarder Kreis

Kaum geht man mal unbewußt oder bewußt eine Zeit lang nicht die eine Straße im Kiez entlang, dann fällt um so mehr Veränderung auf. Bei mir war es die Naugarder Straße. Letztens habe ich sie ganz bewußt als Verbindung zwischen S-Bahn Greifswalder und Schieritzstraße gewählt, bewußt weil ich ahnte das all die wunderbaren Magnolienbäume blühen mussten. Was für ein Anblick! Im frühen Frühjahr verwandelt sich diese Straße in einen Märchenpfad mitten in der Stadt. Für diese kurze Straße habe ich geschlagene 3 1/2 Stunden gebraucht, was und hier muss ich ehrlich sein, nicht nur an den Magnolien lag. Die erste halbe Stunde habe ich bei Mandy verbracht, dieser neue Lade wo vorher Stuck gelagert wurde. Jetzt ist dort ein Büro im stylischen Weiß eingezogen. Weißer Schreibtisch, weißer Laptop, weißer Chefsessel. Ich hatte keine Ahnung was in diesem Büro geschaffen wird. Jetzt weiß ich es. Mandy König, die sehr zierliche, aber nicht weniger energische Chefin, die Unmengen von Kuchen vertilgen kann, dazu aber weiter unten mehr, und Kalle Kalinka König [zur Fanseite von Kalle] herrschen über das Reich König wie Kaiser ein Fullservice im Eventbereich. Dann ging es 20 Meter weiter, ein kurzer Besuch im neuen Wahlkreisbüro von Clara West, die als SPD-Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus seit Jahren sich um die Belange in ihrem Wahlkreis kümmert und nun konsequenterweise ihr Büro in der Naugarder Straße 43 eröffnet hat. In beiden Gesprächen wurde ich gefragt, ob ich das neue kleine Cafè am Ende der Naugarder schon kenne. Neues Cafè? Hmm, nö… Na da wo vorher die kleine Änderungsschneiderei war, kurz vor der Haxe. Ach watt, echt? Na dann auf auf. Die zügige Befriedigung meiner Neugierde wurde etwas gebremst, weil ich 20 Meter weiter in dem neuen Indischen Imbiss, vormals Pizzeria, Peter Deutschmann, den engagierten Rechtsanwalt aus der Naugarder 8 gerade beim Mittagessen entdeckte und mich kurz zu ihm gesellte. Auch er fragte mich nach dem neuen Cafè und ich konnte nur sagen, das ich auf dem Weg dorthin sei, zu meinem allersten Besuch im Goldstück.

Das Café Goldstück

Beide ein Goldstück, Katrin Peters und ihr Café

Beide ein Goldstück, Katrin Peters und ihr Café

Katrin Peters hat mit ihrem Goldstück, wie ich finde, den absoluten Nerv in unserem Kiez getroffen. Ein kleines aber sehr feines Eldorado für Kuchenliebhaber und zwanglosen, aber sehr erfrischenden Gesprächen der Kiezbewohner mit ausgeprägten Hang zu wirklich gutem Kaffee!! 2 1/2 Stunden dauerte mein erster Besuch mit allerhöchstem Wohlfühlcharakter. Da war der sympathische Bauarbeiter der einen riesigen Kuchenberg zum mitnehmen kaufte und sich sehr beherzt in unser Gespräch über die Entwicklung unserer Stadt Berlin einbrachte oder die ehemalige Mitarbeiterin des Auswertigen Amtes, jetzt im Ruhestand, die eine Zeit des Jahres in Marokko und die andere Zeit in Berlin verbringt vs. in ihrer Wohnung in der Naugarder oder eben im Goldstück. Bei meinem zweiten Besuch im Goldstück kamen oben erwähnte Mandy mit Kalle Kalinka König und Sandra die gute Seele der Bilderpinte, der Kiezkneipe in der Naugarder 7 und haben soviel Kuchen gekauft, das ich alleine vom zusehen satt für ein Jahr war. Wunderbar.

Wir haben unendliches Glück, das Katrin Peters ihren ursprünglichen Wunsch, ihr Café in Weißensee zu eröffnen irgendwann an den Nagel gehängt hat und ihre Wege sie in unseren Kiez gelockt haben und wenn es jetzt bald Sommer wird, dann macht es noch mehr Laune, dort zu sitzen, dem Eisladen auf dem Naugarder Platz und seinem Treiben zuzusehen, oder was wohl in die neu entstandene Baulücke wachsen wird oder den Blick über die Ballettschule streifen zu lassen oder den Kirschblüten in der Hosemannstraße beim fallen zuzusehen oder einfach mit Nachbarn einen leckeren Kaffee zu trinken. Bis bald, ihr trefft mich im Goldstück, Eure Sandra.

Café Goldstück
MO – SA 10 – 18 Uhr
Sonntags geschlossen
zwischen Haxe und Blumenladen

Bringen & Holen ohne System

Posted on | Februar 19, 2014 | 2 Comments

So sah es am 17. Februar 2014 bei uns aus. Die Weintrinker*innen führen die Statistik an.

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edit!! 21. Februar - hier bitte lesen -
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Was soll man dazu sagen, erst kürzlich haben wir, die Mieter*innen der Schieritzstraße 4-22, den Zustand eine Verdichtung der unangenehmen Art überstanden, nachzulesen hier und hier und hier, und nun müssen wir einer erneuten Verdichtung standhaft bleiben, die der Müllstandsfläche. Unserer Müllstandsfläche. Oder sind wir u.U. Testobjekt des Landesamtes für Statistik, die das Trinkverhalten von 80 durchschnittlichen Mietparteien über einen längeren Zeitraum messen will?

Tatsache ist, das seit Dezember 2013 auf unserem Müllstandplatz hübsche bunte Zustände herrschen. Seit 2 Monaten werden von Berlin Recycling unsere Glastonnen im Holsystem nicht mehr entleert. Jetzt könnte man meinen, Schnee und Eis, also die Jahreszeit, haben dies verhindert. Oder andere Unwegsamkeiten. Oder wir gehören -heimlich, zu einem der 3 Bezirke, die seit Jahresanfang vom Holsystem auf das umstrittene Bringsystem umgestellt werden?
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Bauen oder nicht bauen… • Teil III • ENDE

Posted on | November 22, 2013 | 3 Comments

Der von der GEWOBAG geplant und nun abgelehnte Neubau auf unserem Hof, hier rot eingezeichnet.

… das war die Frage. Die GEWOBAG als eine der sechs städtischen Wohnbaugesellschaften steht unter Druck. Im Herbst 2012 hat der Senat u.a. mit ihnen ein “Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten” geschlossen. Hehre Absichten des zuständigen Senators Michael Müller (SPD) aber wie so oft, sieht die Realität anders aus. Klartext (RBB) hatte im Januar 2013 einen guten Beitrag gebracht, eben Klartext gesprochen [-> Link "Berliner Mietenbündnis - zu viel versprochen, zu wenig gehalten?"]. Hübsch zu lesen ist auch das senatseigene Strategiepapier [-> Link "Wohnen in Berlin - Die Lebensqualität der Stadt ausbauen"] aber wie Andrej Holm der Stadtsoziologe so passend anmerkt, in den letzten 15 Jahren haben sich die landeseigenen Wohnbaugesellschaften wohl schon allzusehr an der freien Marktwirtschaft orientiert, dabei steht in dem Papier geschrieben: “Schon heute schaffen die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften erheblichen Mehrwert für die Stadt, indem sie durch ihre Mietpreisgestaltung konsequent preisdämpfend wirken.” Pie mal Daumen hätte der qm-Preis für die Wohnungen auf unserem Hof bei ca. 9-12 € gelegen. Das ist alles andere als preisdämpfend und bezahlbar.
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Suppenlesen in BuchZeiten

Posted on | Oktober 4, 2013 | No Comments

Wenn eine der schönsten Veranstaltungen sich wieder ankündigt, das Suppenlesen in BuchZeiten, dann ist es klar: Es ist Herbst. Schon seit Jahren rühren Annette und Marcus Hahn, die symphatischen Betreiber*innen des kleinen aber feinen Buchladen in der Prenzlauer Allee 171 (vormals war sie in der Naugarder Straße) in ihrem großen Suppentopf und laden zum schlürfen und lesen und Austausch natürlich über Bücher.

Am 15. Oktober 2013 findet endlich wieder das Suppenlesen statt.
Alle sind herzlich eingeladen, diesen Abend mitzugestalten.
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Bitte anmelden !
BuchZeiten
Annette Hahn
Prenzlauer Allee 171
10409 Berlin
kontakt@buch-zeiten.de
www.buch-zeiten.de
Tel.: 030/42806521
Fax:  030/42806522

Bauvorhaben Schieritzstraße 4-22 • Teil II

Posted on | August 7, 2013 | 5 Comments

“…Das Gebäude ist mit drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss mit insgesamt 42 Wohnungen geplant…”

Vor ca. 2 Wochen, als die ersten Gerüchte unserer Hofbebauung ihren Lauf nahmen, Nachbarn mich ansprachen, ob ich genaueres weiß und was man nun tun könnte und und und dachte ich an das bekannte Sommerloch. Hauptsächlich der Presse und allen angeschlossenen ‘Gewerken’ zugeschrieben, erweiterte ich meinen diesbezüglichen Horizont auch auf die städtische Wohnbaugesellschaft GEWOBAG. Der Sentat, respektive Senator Müller, der oberste Stadtentwickler Berlins, brüllte laut in Richtung der 6 senatseigenen Wohnungsinhaber: “Ihr müßt mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen!!”, genaueres kann hier nachgelesen werden (->Link …soviel GRÜN muss sein! zum Bauvorhaben Schieritzstraße • Teil I).

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…soviel GRÜN muss sein! zum Bauvorhaben Schieritzstraße • Teil I

Posted on | Juli 31, 2013 | 2 Comments

Wohnungsneubau der GEWOBAG im Hof der Schieritzstraße ©OpenStreetMap-Schieritzstrasse

Berlin wächst. Also eigentlich nicht Berlin als Stadt, außer das der Speckgürtel um unsere wunderbare Stadt immer fetter wird, ich meine, die Bewohnerzahl wächst. Am Dezember 2012 waren es 3,37 Millionen. Lt. Zensus 2011, also der letzten Volkszählung ist die Stadt aber um 180 000 Menschen geschrumpft. Jetzt (25. Juli 2013) meldet nun das Landesamt für Statistik [->Link zur Pressemeldung]: Trotz Zensus ist Berlin im letzten Jahr um 50 000 Einwohner*innen gewachsen. Gefühlt sind diese Neuberliner*innen alle in den Prenzlauer Berg gezogen und mindestens die Hälfte davon in unseren Kiez. Tatsächlich hat der Bezirk Pankow lt. Zensus mit 17,1 % Zuwachs die größte Steigerung im Stadtbezirksranking erreicht. Also Gefühl und Realität stimmen (fast) überein. Die Volkszählung hat aber auch ergeben, das es 2900 Wohnung wenig gibt als bisher angenommen. Weniger gibt es auch in die Haushaltskasse, genau 470 Millionen werden Berlin aus dem Länderfinanzausgleich gestrichen, den jede*r von uns bringt 2500 € [->Link Artikel Berliner Zeitung].

Welche Rolle spielen bei diesem Wachstum die kommunalen Wohnungsunternehmen?

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Beutelspenderposse der GEWOGAB

Posted on | November 28, 2012 | 2 Comments

Der von der GEWOBAG aufgestellt Beutelspender im Hof der Schieritzstraße. Leider kommen nur Bewohner dieser Häuser in den Genuß dieser neuen Serviceleistung, aber immerhin gibt es davon 2 Hundebesitzer*innen.

Der von der GEWOBAG aufgestellt Beutelspender im Hof der Schieritzstraße. Leider kommen nur Bewohner dieser Häuser in den Genuß dieser neuen Serviceleistung, aber immerhin gibt es davon 2 Hundebesitzer*innen.

Vor einiger Zeit hatten Shit happens!! Berlin bei unserem Vermieter, der GEWOBAG, angefragt, ob es nicht möglich wäre, neben dem Hauseingang in der Schieritzstraße 12 einen Beutelspender anbringen zu lassen?! Für die Leute von Shit happens irgendwie logisch, denn in der Schieritzstraße hatte die Fähnchen-in-Haufen-Steckaktion-Initiative vor einigen Jahren seinen Anfang genommen, da sich ihnen damals wie heute ein trauriges Bild der gehäuften Tretminen bot. Nett wie die von Shit happens sind ;-), hatten sie gleich mit angeboten, die Beschaffung des Beutelspenders zu übernehmen und für eine regelmäßig Befüllung selbigen zu sorgen. Auch waren sie bereit, in dem DIN A4 Schaufenster des Spenders großzügig auf die GEWOBAG hinzuweisen, wie sie fanden, eine gute Sache zur Imageverbesserung.

Die Resonanz war Ignoranz. Schade.

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Stadt Land Buch – Der Lesemarathon

Posted on | November 27, 2012 | No Comments

Innerhalb des nunmehr dritten Lesemarthons

- Stadt Land Buch – ,

einer Nachfolgeveranstaltung zu den Berlin-Brandenburgischen Buchwochen und zum Berliner Bücherfest, finden in der Zeit vom 25. November bis zum 02. Dezember 130 Veranstaltungen rund um das Lesen statt.

Was hat das alles mit unserem Kiez zu tun?
Wir hatte in der Naugarder Straße diesen wunderbaren Buchladen “BuchZeiten. Leider hatten uns Annette, die Chefin und ihr Sohn Marcus vor einiger Zeit verlassen, es reicht eben nicht, wenn eine handvoll von hoffnungslos vernarrten Mitmenschen, die Hälfte ihres Gehaltes in ihren Laden bringen und als Tauschware Bücher mit nach Hause schleppen. Schade für unseren unmittelbaren Kiez, ABER Annette und Marcus sind uns rein geografisch doch treu geblieben, eben nur ein paar Straßen weiter an die Penzlauer Allee 171 gezogen.

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Strompreiserhöhung bei Vattenfall

Posted on | November 25, 2012 | No Comments

©Foto dapd – Vattenfall-Kundencenter in Berlin: “Erhöhung gemäß der geltenden Bestimmungen erfolgt”

Heute mal ein kurzer Blogbeitrag zur Vattenfall’chen Strompreiserhöhung, die letzte Woche in unsere Briefkästen geflattert ist.

Sie kam zu spät!

Zumindestens bei mir war sie erst am 22. November im Briefkasten und damit wurden die sechs Wochen-vorher-Frist zur Strompreiserhöhungen nicht eingehalten, so zumindestens nach Angaben der Verbraucherzentrale Berlin [Der Tagesspiegel hatte berichtet]. Damit sei die Erhöhung zum 01. Januar 2013 unwirksam! Vielleicht ist aber auch endlich Zeit, den Anbieter zu wechseln?! Was solche Wechselmuffel wie ich vorher beachten sollten, steht schön auf den Seiten vom Berliner Verbraucherschutz.

Zeit für einen Lichtblick in diesem trüben Monat und danke an die Poststelle der Berliner Vattenfallzentrale ;-)!

Kino Naugarder 1912 – 1962 – 2012

Posted on | Februar 17, 2012 | 4 Comments

Vor 100 Jahren, am 20. Februar 1912, erteilte die Baupolizei die „Genehmigung für ein kinomatographisches Theater“ im Erdgeschoß des Gebäudes in der Naugarder Straße 45 / Ecke Zelterstraße 1 (heute: Rietzestraße). Die GESCHICHTSWERKSTATT NAUGARDER KIEZ nimmt dies zum Anlass, die Geschichte des Kinos zu erzählen. In mühevoller Kleinarbeit haben die ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeiter in Archiven nach Zeugnissen gesucht und mit Zeitzeugen gesprochen. Das Ergebnis der Arbeit, eine kleine Ausstellung, zeigt einige Dokumente, wie den Bestuhlungsplan des Kinos von 1912, ein Kino-Flugblatt von 1931 sowie Fotos aus der Geschichte des Kinos, das unter vielen verschiedenen Namen firmierte (z.B. „Volk´s Theater Nordost“ oder „Flamingo-Lichtspiele“). Die Berichte von Zeitzeugen, für die das Kino ein Teil ihres Lebens war, runden die Sammlung ab. Besonders stolz ist das Team der GESCHICHTSWERKSTATT NAUGARDER KIEZ darauf, dass es ihm gelungen ist, die erste umfangreiche Dokumentation zur Geschichte dieses Kinos zu erstellen.

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